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SERIEN // Time is a flat circle TRUE DETECTIVE



// Die True Detectives Rustin Cohle und Martin Hart - die empfehlenswerte neue Serie (Bild via Sky Atlantic)


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ie Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen. Düsternis frisst sich über ein Jahrzehnt in das Leben der beiden "True Detective" Hart und Cohle. Die neue US-Serie von HBO fasziniert alle und wirft ihre Schatten voraus. Die amerikanische Version ist bereits beendet - mit nur 8 Folgen wurde gestern Nacht das große Finale ausgestrahlt. Ich hab die Serie empfohlen bekommen und sie diese Woche gleich einmal verschlungen

 Eine düstere Faszination zieht den Zuschauer schon mit der ersten Folge in den Bann der Serie und das hat vornehmlich mit dem brillanten Spiel Matthew McConaugheys zu tun. Sein Charakter als Detective Rustin Cohle könnte mit seinem egomanen Verhalten und seinen düsteren Halluzinationen faszinierender nicht sein. Die Serie spielt in drei verschiedenen Jahrzehnten und zeigt unerbitterlich ehrlich am Zerfall dieser tragischen Figur, wie sich der Fall eines Serienmords in sein Leben frisst. Sein Partner könnte unterschiedlicher nicht sein. In seiner Heldenrolle als "echter" Cop in Louisiana, Ehemann und traditioneller Familienvater gerät auch Detective Martin Hart zunhemend ins Straucheln.



// Matthew McConaghey brilliert als besessener Detective in Louisiana
(Bild via Sky Atlantic)


Neben einem Mordfall, der sich zu einem wahren Thriller entpuppt, bringt die Serie die Verhältnisse und die Aussichtslosigkeit der zwischenmenschlichen Beziehungen ganz nüchtern zum Vorschein. Die Dunkelheit der Serienmorde hinterlässt wie jedes Trauma seine Spuren im Leben der beiden Detectives und ihres Umfelds.

"Touch Darkness and Darkness touches You back."

// Detective Rustin Cohle wird Jahre später wieder verhört, da der Fall von 1995 wieder geöffnet wird
(Bild via Sky Atlantic)


Harts Ehefrau Maggie erfährt erst im Laufe der Ehe, mit wem sie wirklich verheiratet ist - und an den verbissenen Erwartungen an die Rollenverteilungen einer Familie scheitert zunächst ihr Mann und am Ende auch die Liebe der beiden. Dazu kommt der düstere Partner Cohle, der das Leben als purer Pessimist betrachtet und sich damit von vielen gesellschaftlichen Konventionen befreit. Er eckt an und zersplittert dabei selber im Laufe der Zeit.

Es sind die Details in der Serie (wie die "Big-Hug-Mug"), wie ebenso die verwucherte weite Landschaft des US-Staates, die in großen Bildern so realistisch ein Lebensgefühl vermittelt. Das Phänomen zweier einsamer Cowboys in der Jetzt-Zeit. Der liebevolle Mittelfinger, die Schlägereien und die Dialoge zwischen Cohle und Hart sind einzigartig. Und so werden die düster-philosophischen Zitate von Cohle bereits im Internet zu Hypes, denn
"Time is a flat circle. And everything we do, or have ever done, we do over and over again."



Wie immer kann ich es nur empfehlen, sich die Serie in der Originalsprache anzusehen. Wer mit dem Slang nicht sofort zurecht kommt, der sollte sich Zeit nehmen - man gewöhnt sich ganz schnell an die Sprache. Und sie macht einen großen Teil der Stimmung und des Charakters der Serie aus. Wer sich da nicht herantraut, der kann sich die deutsche Ausstrahlung ist ab dem 17. April auf Sky Atlantic HD geplant.

Eine ziemlich geile grafische Aufarbeitung der Folgen und Charaktere findet ihr auf wekeeptheotherbadmenfromthedoor.com.

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2 comments:

  1. Eine gut gemachte Serie, aber wirklich ein schwer verständliche Slang. Ich zumindest habe mir jetzt die ersten Folgen mit Untertiteln angesehen. Ganz lustig dazu ist auch dieses Video von Joel McHale: http://youtu.be/cHWLpJRlBYA (;

    Liebe Grüße,
    Pixi.

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  2. Toll geschriebene Kritik, ich kann die Begeisterung nur teilen!

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