Monday

TRAVEL // Dogs and other People in Barcelona

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// Barcelona Streetphotography - the young, the old, the quiet, the worried, the relaxed and the curious....

 Ein Mädchen tantzt mit ihrem weißen Sommerkleid zwischen all den Touristen, die am Markt vorbei zum Hafen strömen. Die Zeitungen verbreiten Neuigkeiten, die mit dem Lesen obsolet werden. An der Straßenecke knutscht ein Pärchen während sie sich schwerfällig über den Bordstein in Barceloneta schleppt. Die Zeit vergeht, sie steht nie still und jeder von uns findet seinen eigenen Platz. Also verrichtet man weiter seine alltäglichen Dinge, lebt vor sich hin und macht sich keine Sorgen mehr, wenn man mitten auf der Straße auf seinen Stock gestützt den Einkauf nachhause zieht. Von Gracia, Las Ramblas, den Vierteln bis Barceloneta herunter... das Leben.
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Sunday

TRAVEL // Die Straßen von Barcelona & alte Leute

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// Streetphotos in Barcelona 

Endlos durch die Viertel Barcelonas treiben lassen; verloren gehen; die markanten Ecken wiedererkennen. So langsam setzt sich meine innere Karte von der katalanische Stadt in meinem Kopf zusammen. In den Vierteln Gracias laufen die Straßen parrallel zueinander. Einfach immer geradeaus, oder einfach im Zickzack um die Ecken biegen. Wenn ein Häuserblock ausgespart wird, öffnet sich die Straße zu einem kleinen Platz, der von Bäumen überschattet wird. Unter deren Schattenspiel sitzen entspannte Menschen auf den Bänken oder in kleinen Kaffees.

Ich stoße immerwieder auf meine Faszination für die älteren Leute in den Straßen. Auch in Lissabon haben sie immerwieder meine Aufmerksamkeit gefangen. Es ist die Zeit des Tages. Sie sind die überwiegende Gruppe, die vormittags durch die Straßen läuft. Erldigungen, der kleine Hund, die Freunde auf der Bank zu treffen oder noch ältere Anghörige einmal aus dem Haus bringen... Die Gemächlichkeit und die Gewissheit, dass es keiner Eile mehr bedarf umgeben ihre Aura. Und gerade in den südlichen Ländern packt man seine gerade geschnittenen schlichten und gepflegten Sachen raus, bevor man das Haus verlässt. Ein Hut ist bei den Männern immer dabei und umreißt die Silhouette. Wenn dann noch eine Pfeife, ein Stock oder ein Hund dazukommt, dann fühle ich mich sogleich in eine andere Zeit versetzt. Vielleicht sind es die großen Bilder der Streetfotografie, die ich dort vor mir laufen sehe und suche....


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Friday

TRAVEL // Barcelona Streets

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 // Ein paar Streetphotos von heute in Barcelona

Spätsommerhitze und -schwüle liegen tagsüber in der Luft. Gestern bin ich mit Vueling von Berlin nach Barcelona geflogen um zwei Tage Zwischenstop vor meiner Weiterreise nach Island einzulegen. Hier komme ich im Hostel Casa Gracia unter, dass ich gut und gerne weiterempfehlen kann. Die Räume sind großzügig, in unserem Dorm stehen keine Doppelstockbetten und wir haben eine große Fensterfront zu dem kleinen Garten im Hinterhof. Das Hostel liegt direkt auf dem Passeig de Gracia und so sind wir gestern nacht auch in das Getümmel im Straßenfestival im Graciaviertel gelandet. Ich teile mir das Zimmer mit fünf Jungs aus London. Und da kam die Coverband mit ihren Beatleshits gestern auf der Straßenbühne genau richtig. Alle Lieder konnten wir mitsingen und hatten nicht nur beim Tanzen in der Straße Spaß.

Heute bin ich einmal mehr die Prachtstraßen in Barcelona hinuntergeschlendert. In meinem Kopf rede ich immer Französisch und manchmal versuche ich in der Konversation mit diesen Sprachbrocken mein nicht vorhandenes Spanisch zu überbrücken. Diese Stadt baucht mehr als nur ein Wochenende - hier könnte man mal ein Jahr lang leben....

Es riecht irgendwie immer so gut auf den Fußwegen; fast als ströme aus den Boutiquen und Shops parfümierte klimatisierte Luft, oder als verwende die Straßenreinigung Waschmittel. Überhaupt wirkt Berlin dagegen echt rumpelig und miefiger als Hauptstadt. Schon bei der Fahrt mit dem Zug vom Flughafen bestaunte ich, selbst am Straßenrand die vielen Blüten von Wicken und Hibiskus. Die Graffittis an den Mauern waren in ein lila Blütenmeer gehüllt.

Von hier aus recherchiere ich weiter fleißig über mein kommendes Reiseziel. Ich lese über den Punker, der plötzlich der Bürgermeister von Reykjavik wurde; ich google, was man als Hipster so in Island trägt; ich schaue nach dem Liveticker zum Status des Bardarbunga Vulkans und gucke mir ganz viele Fotos von anderen Islandbesuchern an.

In Barcelona schüttet es gerade wie aus Eimern und ich denke darüber nach, dass ich bereits morgen um die gleiche Zeit im Flieger nach Reykjavik sitzen werde und bin noch gespannter. Aber die tagelange Nervosität hat sich komplett gelegt: denn ich bin jetzt unterwegs und es geht alles glatt. Es wird schön!!!
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Wednesday

TXT // Tarnkappe



Ich treffe einen Freund im Dunkeln. Verabredet sind wir am Becken beim Urbankrankenhaus und ich radel schnell rüber. Wir sitzen mit Rotweinflasche und -gläsern auf der Wiese und bereden Beziehungen und andere Katastrophen. Über die Wasserfläche hat man einen Blick auf den zunehmend aufziehenden Nieselregen. Einmal mehr ziehe ich intuitiv meinen schwarzen Schal über meinen Kopf. Mein neues Erscheinungsbild löst bei ihm Lachen aus, gepaart mit der Erkenntnis aus meinem Munde ab jetzt erstmal zölibatär leben zu wollen. "Ja, so siehst du auch gerade aus!"

Der Nieselregen in diesem feuchtfröhligen berliner Sommer bescherte mir Schirmvergesserin bereits auf dem Weg zum Club mit ebendiesem Kopfschutz einmal diese Erkenntniss. Ich gehe die Revaler Straße herunter und treffe auf dem dunklen Weg auf eine Gruppe angetrunkener Typen. An sich keine angenehme Situation in der ich sonst immer Blickkontakt zu vermeiden versuche und ein bisschen energischer durch die Gruppe durchsteuere. Heute dann einmal ein anderer Kommentar: "So ne schöne Frau und dann mit Kopftuch..."

In Moabit komme ich heute abend per Rad wiedereinmal mit meiner Tarnkappe an. Es liegt Feuchtigkeit in der Luft. Keine der üblichen Bemerkungen, Rufe und Geräusche der kieztypischen Klientel vor den Spätis und Schishabars. Stille! Meine Tarnkappe funktioniert hier erschreckend gut. Fast könnte ich mich an dieses Spiel gewöhnen. Ein Spiel mit Identität und Wahrnehmung. Eine Tarnkappe mit der ich vorgebe eine Andere zu sein. Eine Tarnkappe, die ich selber täglich an anderen Frauen sehe. Darf ich mir dieses Spiel erlauben?

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WORK // Meeresrauschen


Fotoassistenz // Marc Schuhmann hat das Editorial "Meeresrauschen" für die Blonde geschossen und ich durfte helfen

Ganz oben an der Spitze, wo der Darß sich immer wieder vom Westwind verformen lässt und der Sand wandert, da steht ein Leuchtturm umringt von windschiefen Bäumen. Dort, unbedingt dort wollte Marc Schuhmann das Editorial zur Meeresausgabe der BLONDE schießen.

Also verbrachte ich meinen Geburtstag Mitte Juni am Meer und durfte Marc bei dem abenteuerlichen Unterfangen unterstützen. Es war ein herrlicher Tag mit viel Action und unglaublich tollen Ergebnissen. Das Team war auch ganz herzallerliebst und die Models vor der Linse der Knaller. Bis die letzten Sonnenstrahlen im Meer verschwanden, ackerten alle und gaben ihr Bestes.

Endlich einmal durfte ich meinem Freund Marc bei der Arbeit ganz nah über die Schulter gucken. Er arbeitet intuitiv, hat eine klare Vorstellung wonach er sucht und ist immer im Fieber. Ich hab 'ne Menge gelernt und vor allem Blut geleckt und will jetzt auch noch meer und mehr.

Der Nachhauseweg nachts über die Autobahn wurde von einem riesigen Vollmond über uns begleitet. Ein ganz besonders schöner (Geburts)Tag für mich!

Also, huschhusch zum Kiosk und die aktuelle BLONDE kaufen!

FOTOS & PRODUKTION: Marc Schuhmann/Superagent.ch
STYLING: Venessa Celikovic
FOTOASSISTENZ: Lisa Johanna Thiele
HAIR&MAKE-UP: Daniela Vrösch/Liganord
MODELS: Leoni Höllner & Nina Carlsson/Modelmanagement
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Monday

FOTO // Sommertrubel



Jetzt habe ich den Blog im fortlaufenden Trubel des Sommers bereits wieder einmal vernachläsigt. Ich gelobe erneut Besserung und werde mich in häufigeren Updates und Einblicken zu üben versuchen. Eigentlicht müsste ich bereits im Frühjahr beginnen mit dem Erzählen der verschiedenen Ereignisse und Jobs mit denen ich in den letzten Monaten so glücklich abgelenkt wurde. Aber ich mache es mir einfacher und steige im Hier und Jetzt ein und streue mal eben einige einzelne Momente ein. Aufgenommen wurden die Bilder oben in Berlin, Heinrichsruh und bei meinen Eltern.

Nun gerade sitze ich hier in Berlin in meiner Wohnung und komme das erste Mal wieder ein bisschen zum Durchatmen und genieße die freie Zeit. Das bewirkt aber auch gleichzeitig eine Faulheit, die in der Umkehr für mich schon wieder unerträglich wird. Ich muss was tun und werde schon wieder unausgeglichen und hyperaktiv. In den letzten Monaten habe ich an vielen tollen und verschiedenen Projekten mitwirken können, aber auch einige alte gehen lassen.

Als ich nach Lissabon geflogen bin, habe ich mit der Ära "Neue Heimat" in Moabit abgeschlossen. Nach fast vier Jahren Engagement in dem kleien Barprojekt in Moabit war die Freude verpufft, die Fronten nicht mehr freundschaftlich und die Stagnation machte sich auch dort breit. Auf zu neuen Ufern! Gleich im Anschluss hatte ich nämlich die unglaubliche Freude beim Olympus Photography Playground als Teamleiter in der Ausstellung zu arbeiten. Das beste Team der Welt so far. Ich vermisse diese coolen, kreativen und herzlichen Menschen, die man sechs Wochen jeden Tag sehen durfte sehr. Aber zum Glück halten wir fleißig den Kontakt und schaffen es ab und an auf ein Kaltgetränkt in Berlin.



Was die kommenden Wochen bringen werden, das kann ich noch nicht genau sagen. Einzig steht meine allererste Hochzeitseinladung in's Haus - da bin ich echt gespannt wie ein Flitzebogen. Die beiden Verlobten schulden meiner damaligen Kuppelei ihr Glück und ich glaube, dass ich daher auch nicht ganz unbehelligt an der Geburt zweier schnuckeliger Söhne bin.... :)

Außerdem muss ich unbedingt meine Reisepläne für Island im August konkretisieren. Aber wirklich, bei den schwitzigen Temperaturen hier an Gletscher, Vulkane und Norgwegerpullis zu denken, fällt mir echt schwer.

Stay tuned und habt einen schönen Sommer.
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Thursday

TRAVEL // Ausflug in die Stille - Burgenlandkreis




Wir schliefen auf dem Sofa im Wohnzimmer meiner Großeltern in Leipzig. Träume der Unruhe lagen dicht bei mir. Es wird sich etwas ändern. Die Vorboten hielt ich bereits an meiner Hand. Noch mit Schlafsand in den Augen wurde ich von ihrer Euphorie angesteckt. Wir stiegen wenige Minuten später in die Tram, die uns zum ICE brachte. Ziel: Abenteuer. Mit dem Auto fuhren wir zwischen Weinbergen, Flußtälern, Kornfeldern umher. Den Fahrtwind in der Nase. Auf jedem Hügel eine Burg zu erspähen.
Das Haus war wunderbar unfertig, unaufgeräumt und nonchalant. Ehrlichkeit. Der Tag war herrlich unprätentiös, ungeplant und übervoll. Nach einem beherzten Sprung in die Strömung der Unstrut ließen wir uns am Lagerfeuer unten am Weinberg nieder. Bei Steinmeisters gab es Hollunderschorle, Weißwein und Tango im Staub. Bis der Mond übervoll vor der herannahenden Sonne mahnte.

Eine Reise ohne Planung. Burgen, Schlösser, Wein und Leichtigkeit. Ist das Heimat?


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Wednesday

ANALOG // Schwerelos



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